Liebe Donauwörtherinnen und Donauwörther,

ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen im ersten Wahlgang bei der OB-Wahl in Donauwörth. Ein Ergebnis von über 40% übertrifft meine Erwartungen und zeigt mir, dass ich mit meinem Ansatz auf dem richtigen Weg bin. Gleichzeitig ist es Ansporn, im zweiten Wahlgang die entscheidenden Stimmen für mich zu gewinnen.

 

Ich danke an dieser Stelle auch den weiteren Kandidaten für den fairen Wahlkampf und gratuliere Michael Bosse zum Einzug in die Stichwahl.

 

Die Entwicklungen der letzten Tage zeigen einmal mehr, wie wenig planbar das Leben ist. Wer von uns hätte je erwartet, dass das öffentliche Leben mehr und mehr zum Erliegen kommt? Eine Situation, die mich, aber auch viele von Ihnen, bewegt. Die Bedeutung von Themen wird plötzlich ganz neu gewichtet.

 

Wir müssen jetzt als Gesellschaft zusammenstehen, Rücksicht aufeinander nehmen, uns gegenseitig unterstützen und Verständnis aufbringen. Jeder von uns muss seine persönlichen Interessen der Allgemeinheit ein Stück unterordnen und vor allem Ruhe bewahren. Je besser uns das gelingt, umso besser werden wir durch diese Phase kommen.

 

Mir ist bewusst, dass wir derzeit andere Sorgen haben, als die bevorstehende Stichwahl. Mitarbeiter in der Pflege und in medizinischen Berufen leisten wertvolle Arbeit unter schwierigsten Bedingungen, unsere heimischen Betriebe spüren bereits jetzt die negativen Auswirkungen und haben Existenzängste, die Kinderbetreuung in den kommenden Wochen wird zur Herausforderung und nicht zuletzt treibt uns die Sorge um die Ansteckung  von älteren oder kranken Familienmitgliedern.

 

Dennoch hat die Stichwahl am 29. März große Bedeutung für unsere Stadt. Schließlich entscheiden Sie, wer in den kommenden sechs Jahren Oberbürgermeister von Donauwörth werden soll. Sie stellen damit die Weichen für die Zukunft unserer Stadt. Darum bitte ich Sie, von Ihrem Wahlrecht auch diesmal und noch stärker Gebrauch zu machen. Die Stichwahl wird als reine Briefwahl stattfinden.

 

Ich werde meine Wahlaktivitäten bis zur Stichwahl mit dem gebührenden Respekt vor der Gesamtsituation und unter Beachtung der gebotenen Verhaltensregeln fortsetzen. Ich hätte gerne weiterhin den persönlichen Kontakt zu Ihnen gesucht, was aber leider nicht möglich sein wird. So werden die sozialen Netzwerke als Kommunikationsweg noch mehr in den Vordergrund rücken. Nutzen Sie aber auch gerne die Möglichkeit, mir Ihre Fragen und Anmerkungen per Mail oder persönlich über ein Telefonat zukommen zu lassen.

 

Bleiben Sie gesund und achten Sie aufeinander!

 

 

Herzlichst Ihr

 

Jürgen Sorré

Stadtverwaltung

Ich komme aus einem Dienstleistungsbetrieb, in dem wir tagtäglich unser Handeln konsequent an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Kunden ausrichten. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist ein wichtiger Maßstab unseres Erfolgs. Dazu haben wir uns Service- und Qualitätsstandards gegeben, an denen wir uns messen lassen. Wenn die Dinge mal nicht so laufen, wie gewünscht, gibt es ein systematisches Beschwerdemanagment. Aus Fehlern zu lernen, ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal eines Unternehmens.

Diese Prägung habe ich in vielen Jahren auch als Führungskraft erhalten und es ist mein Anspruch, diese mit ins Rathaus zu tragen.

Für mich stehen zukünftig die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und sonstigen Institutionen im Mittelpunkt unseres Handelns. Die Stadtverwaltung ist keine Selbstverwaltung, sondern ein moderner Dienstleistungsbetrieb für die oben genannten Interessensgruppen.

Eine wichtige Einstellung von mir lautet dabei:

Ich möchte nicht wissen, warum etwas nicht geht, sondern was man tun kann, damit es geht.

Mein Ziel wird sein, dass wir zukünftig die Bandbreiten von Gesetzen und Vorschriften so nutzen, dass Dinge möglich gemacht werden.

Hierzu braucht es auch eine effizient arbeitende Verwaltung. Ich bin überzeugt, dass es in der Stadtverwaltung viele gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter gibt. Die Aufgaben der Zukunft werden jedoch nicht weniger und die Komplexität wird steigen. Daher brauchen wir schlanke Prozesse und müssen die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent nutzen.

 

Dies gilt auch für die Themen Außenkommuniktion und Transparenz. Ich möchte, dass wir die Bürgerinnen und Bürger informiert halten, was in Ihrer Stadt passiert und warum welche Entscheidungen getroffen oder auch nicht getroffen wurden. Hier gibt es bereits einige Ansätze, die in die richtige Richtung gehen (z.B. Newsletter der Stadt oder Veröffentlichung von Protokollen). Diese gilt es konsequent weiterzuentwickeln und vor allem deutlich bekannter zu machen.

Hierfür werde ich mich als Oberbürgermeister und Leiter der Stadtverwaltung stark machen.

Wichtig ist für mich auch eines: Wenn zukünftig jemand auf unsere Stadt zukommt, weil er eine Idee hat oder in unserer Stadt etwas anpacken will, soll dieser mit offenen Armen empfangen werden. Ich stehe dafür, dass wir uns zusammensetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen, wie sein Vorhaben umgesetzt werden können. Denn wenn der erste sein Projekt sein Projekt in Kooperation mit der Stadt verwirklichen konnte, traut sich vielleicht der nächste und nächste. So könnte eine Aufbruchstimmung entstehen, die unsere Stadt gut gebrauchen kann.

Meinung

Ich bin der Meinung, dass die erfolgreiche Entwicklung unserer Stadt maßgeblich von einer effizient arbeitenden und bürgernah agierenden Verwaltung abhängt. Wir müssen den Anspruch haben, in einer guten Kooperation mit allen Interessensgruppen, die auf die Stadt zukommen, deutlich mehr Dinge möglich zu machen, als ablehnen zu müssen.

Dazu müssen wir uns Stück für Stück in Richtung eines modernen Dienstleistungsbetriebs weiterentwickeln und dabei auch die Möglichkeiten der Digitalisierung, sowohl in Prozessen, als auch in der Kommunikation, konsequent nutzen.

Hierbei zähle ich auf ein Team aus gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern. Mein Ziel wird sein, als Oberbürgermeister mit gutem Beispiel voranzugehen und alle auf diesem Weg mitzunehmen.

Innenstadtbelebung Donauwörth

Eine der größten Herausforderungen für Donauwörth in den nächsten Jahren ist die Wiederbelebung und Weiterentwicklung unserer Innenstadt.

Der Wunsch ganz vieler Bürgerinnen und Bürger ist ein lebendiges Innenstadtzentrum als Anziehungspunkt für Jung und Alt.

Viele haben ein Wunschbild vor Augen. Bei diesem bummeln die Menschen durch die Fußgängerzonen Donauwörths. Sie hören Straßenmusikern beim spielen zu, laufen durch kleine Läden, in denen eine große Produktvielfalt geboten wird. Zwischendurch hat man die Möglichkeit eine kleine Pause einzulegen um einen Cappuccino zu trinken, oder sich ganz einfach mal mit Freunden zu treffen. Idealerweise gibt es auch noch ein kulturelles Angebot oder die ein oder andere Freizeitattraktivität wird geboten.

Doch wie sieht die Realität, der graue Alltag aus?

Donauwörth steckt mitten drin im Abwärtsstrudel, wie so viele andere Städte auch. 

Die Innenstädte bluten aus, inhabergeführte Läden sterben und werden durch Ketten ersetzt, die aber ebenfalls mehr schlecht als recht über die Runden kommen. 

Um sich greifender Leerstand gibt jedoch ein tristes Bild ab und schafft keine Anreize, in die Stadt zu fahren. Ein sich gegenseitig verstärkender Abwärtsstrudel setzt sich in Gang.

Onlinehandel, Einkaufszentren vor der Stadt, Parkplatzprobleme und Verkehrsüberlastung tun ihr Übriges.

Wir müssen hier dringend handeln und zwar jetzt!

Dieser Abwärtsstrudel muss gestoppt werden, sonst werden wir immer mehr den Anschluss verlieren und irgendwann einen Punkt erreichen, an dem wir das Ganze nicht mehr umdrehen können.

 

Das Gute ist: Es gibt Städte die sich erfolgreich gegen diesen Trend gewehrt haben und mit kreativen Konzepten entgegengewirkt haben. Warum sollte das nicht auch uns gelingen?

  • Eine lebendige Innenstadt ist Ausdruck für die Attraktivität einer Stadt! 

  • Sie schafft Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit Ihrer Stadt!

  • Sie schafft Treffpunkte für die verschiedenen Generationen!

  • Sie bringt Besucher von außerhalb nach Donauwörth, die dann das positive Bild unserer Stadt überregional weitertragen.

 

Hierzu brauchen wir ein Symbol für den Aufbruch und das kann meines Erachtens nur das Tanzhaus sein. Die Neukonzeption muss dazu geeignet sein, dass ein Ruck durch Donauwörth geht. Doch dazu später mehr.

 

Wir müssen jetzt einfach mal anfangen!!!